12 von 12 aus Phuket / Thailand

Ich mach mit bei 12 von 12 – vielen Dank an Caro vom Blog „Draußen nur Kännchen“ für diese tolle Aktion, bei der immer am 12. eines Monats in 12 Bildern der eigene Tag festgehalten wird. Dieses Jahr habe ich schon mal im Januar und Mai mitgemacht und dabei meinen Alltag zuhause gezeigt. Umso mehr freue ich mich, dass ich mich heute aus dem Urlaub melden kann! Seit ein paar Tagen sind wir auf Phuket in Thailand. Es war einiges an Papierkram notwendig für die Einreise und mehrere PCR-Tests trotz Impfung, aber es ist einfach so schön, wieder hier zu sein! Wir haben uns mit dem JW Marriott Phuket ein wunderbares Hotel gegönnt, das wir aber natürlich für Ausflüge in die Umgebung auch gerne mal verlassen. Aktuell merkt man Phuket die etwa eineinhalb Jahre fehlenden Tourismus an, vieles liegt brach, Strandbuden und Geschäfte sind teils verlassen und verkommen. Nun mehren sich aber die Meldungen, dass die Einreise weiter erleichtert werden soll und Thailand in diesem Winter auf eine relativ normale Hauptsaison hoffen kann – ich drücke die Daumen!

Ich starte meinen Tag mit einem ausgiebigen Frühstück. Früchte dürfen da nicht fehlen, besonders die aromatischen Mangos mit der gelben Schale. Hier habe ich schon mal über Essen in Thailand geschrieben.

Es darf aber auch was Thailändisches zum Frühstück sein – ok, die Kombination mit Cappuccino ist nicht ganz so traditionell … 😉

Die Hotelanlage ist ein Traum …

… alles grün und dazwischen blüht es in allen Farben. Aktuell geht die Regenzeit zu Ende, es regnet immer noch täglich – mal mehr, mal weniger – und ist recht windig. Aber nach dem Regen ist schnell wieder alles trocken, hat es doch fast konstant angenehme 29 Grad.

Wegen starker Wellen und Strömung ist Schwimmen im Meer momentan leider nicht drin, aber am Meer Spazieren gehen ist ja auch was – es gibt immer was zu entdecken!

Leider spülen die Wellen auch viel Müll an den Strand: Badeschlappen, Feuerzeuge und jede Menge kleine Plastikteile. Siehst du auf dem Foto die Plastikflasche in der Welle hinter der Krabbe? Das macht schon traurig und irgendwie hilflos, denn was nützt es schon, wenn ich beim Spazieren gehen einen Beutel davon einsammele? Der Umgang mit Müll ist in den asiatischen Ländern ein ganz anderer als in Deutschland … positiv habe ich wahrgenommen, dass eine Plastiktüte im 7-Eleven mittlerweile ein paar Baht kostet und Strohhalme ab und an aus Papier daher kommen. Tut sich da was? Ich hoffe es sehr!

Mit den Rädern erkunden wir das Umland und das Dorf Mai Khao, momentan mit den gelben Fahnen versehen im Zeichen des Vegetarian Festivals (hier ein paar Infos dazu). Das konnte ich 2018 in einem Tempel in Phang Nga einen Abend live miterleben, dieses Jahr findet es wegen Corona noch in etwas abgespeckter Form statt.

Nirgends kann man besser und dazu noch günstiger Essen als in einer Straßenküche!

Während es regnet, lässt sich im Hotel gut eine Runde auf dem Stepper im Fitnessraum einlegen mit Blick in den Garten. Dann kommt auch kein schlechtes Gewissen auf beim Schlemmen …

Was an der Westküste Thailands zur Andamansee hin immer wieder phänomenal ist, sind die Sonnenuntergänge! Auf dem Foto sieht man übrigens auch Mangroven mit ihren starken Wurzeln, die dem stürmischen Meer trotzen.

Ja, es darf gern auch mal Touri-Programm sein mit einem Cocktail am Strand! 🙂

Die Sonne ist um 18.30 Uhr weg, übrigens sind wir hier 5 Stunden der deutschen Uhrzeit voraus. Zum Abendessen geht es dann in ein einfaches Strandrestaurant – einfach super!

In den kommenden Tagen wollen wir in den Süden der Insel fahren und unter anderem den Big Buddha besuchen. Bootstouren sind beim aktuellen Wetter noch schwierig, aber vielleicht ergibt sich ja noch was. Zuhause hat es gerade schon Temperaturen bis runter auf 5 Grad wie ich gehört habe, teils aber auch herrliches Herbstwetter. So oder so, lass es dir gut gehen!

„Fattoush“ – Libanesischer Salat mit Sumach

Im Juli haben wir ein paar Tage in Dubai verbracht. Seit langem war ich mal wieder in einem arabischen Land und habe Kultur und Essen genossen, trotz über 40 Grad Außentemperatur. Das Emirat Dubai ist ein absolutes Einwandererland, viele Arbeitsmigranten kommen aus Indien und den umliegenden Ländern oder auch aus Afrika. Ebenso ein bunter Mix ist das Angebot an Essen. In den großen Malls fehlen natürlich auch die amerikanischen Fastfood-Ketten nicht. Eine richtige „Dubaier Küche“ gibt es zwar nicht, aber sehr geschätzt und typisch für die arabische Halbinsel ist die libanesische Küche.

Landwirtschaft gibt es im Emirat selbst bei der kleinen Größe und dem trockenen Klima natürlich kaum. Dennoch habe ich wunderbar große getrocknete Datteln aus der Region bekommen. Ganz toll ist die Auswahl an Gewürzen. Hier bekommt man in den Supermärkten oder im Suq Sumach, Zaatar und Konsorten weit günstiger als in Deutschland. Sumach hat einen feinen säuerlichen Geschmack, der Gerichten eine schöne Frische verleiht – ideal zum Beispiel in diesem Salat, aber auch zu Falafel oder Gegrilltem lecker. Fattoush ist ein libanesischer Brotsalat. Das Brot – im Original frittiert – spielt in meinem Rezept aber nur eine untergeordnete Rolle neben Salat und verschiedenem Gemüse, fruchtigen Granatapfelkernen und frischer Minze …

Zutaten für 2-3 Beilagen-Portionen oder eine große Hauptmahlzeit:

  • 1 Romana-Salat
  • 2 Tomaten
  • ½ Gurke
  • 5-6 Radieschen
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • ½ Granatapfel
  • ca. 7g frische Minze und/oder Petersilie
  • 1 kleines Fladen-/Pitabrot

Für das Dressing:

  • 1 EL Sumach
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft oder Essig
  • 1 TL Honig
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer

Salat und Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke bzw. Scheiben schneiden; die Kerne aus dem Granatapfel lösen – ich mache das immer in einer Schüssel mit Wasser, um Saftspritzer zu vermeiden; die Kräuter fein hacken; für das Dressing den Knoblauch pressen und mit den anderen Zutaten gut verrühren; schließlich alles miteinander in einer Schüssel vermengen; das Brot in dünne Scheiben schneiden und in Pfanne oder Ofen knusprig rösten; den Salat mit den Brotscheibchen anrichten, eventuell noch mal etwas Sumach darüber streuen und genießen …

Zwetschgenknödel mit Zimtbröseln

Verrückt, eben war noch Juli und ich habe mit einer Minestrone ein absolutes Sommer-Essen gebloggt, und schon sind zwei Monate um und wir sind im frühen Herbst angekommen! Die Zwetschgen sind reif und lassen sich zum Beispiel wunderbar zu dieser Süßspeise verarbeiten …

Zutaten für 6-8 Zwetschgenknödel:

  • 6-8 Zwetschgen, je nach Größe
  • 200g Quark
  • 50g Butter auf Zimmertemperatur
  • 1 Ei
  • 125g Mehl
  • Prise Salz
  • evtl. Würfelzucker zum Befüllen

Für die Brösel zum Wälzen:

  • ein Stich Butter
  • Semmelbrösel
  • Zimt
  • Zucker

Die Zwetschgen längs halb aufschneiden und den Stein herausnehmen; nach Geschmack jeweils einen Würfelzucker an Stelle des Steins hineinlegen (ich spare mir das, denn mir ist es ohne Zucker süß genug); einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser aufsetzen; bis das Wasser kocht die weiteren Zutaten zu einem glatten Teig verkneten; jeweils etwas Teig auf der Handfläche flach ausbreiten, eine Zwetschge darauf legen und rund herum nach und nach verschließen; wenn das Wasser kocht, die Knödel darin 10 Minuten köcheln lassen; derweil Semmelbrösel, reichlich Zimt und etwas Zucker mit einem Stich Butter in einer Pfanne goldbraun anrösten; die Knödel abtropfen lassen, in die Pfanne geben und in den Bröseln wälzen; direkt heiß genießen …

Auch lecker – Kokos-Quark-Knödel mit Weinbergpfirsichen – einer meiner ersten Blogbeiträge im Jahr 2015, immer noch gut! 🙂

Vegetarische Minestrone

Eine reichhaltige, aber dennoch leichte italienische Gemüsesuppe schmeckt doch eigentlich immer, oder? Minestrone gibt es in ganz Italien, regional unterschiedlich zubereitet und traditionell meist mit Speck. Das hier ist mein persönliches Lieblingsrezept!

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1-2 Möhren
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 Stange Lauch
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Tomatenmark
  • 600ml Gemüsebrühe
  • 400g gehackte Tomaten
  • 100g Gabelspaghetti
  • 1 Dose Weiße Bohnen
  • Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Oregano
  • Olivenöl zum Anbraten
  • frisch geriebener Parmesan
  • frisches Basilikum

Das Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden; Zwiebel und Knoblauch fein hacken; etwas Olivenöl in eine Pfanne geben und zunächst die Möhren anbraten; dann Zucchini zugeben und mitbraten; zuletzt Lauch, Zwiebeln und Knoblauch beifügen und alles etwas Farbe bekommen lassen; Tomatenmark kurz mitbraten, dann mit Gemüsebrühe und Tomaten ablöschen; die Nudeln zugeben, würzen und ca. 8 Minuten köcheln lassen (je nach Kochzeit der Nudeln);

die Bohnen abgießen und unter fließendem Wasser abspülen; dann vorsichtig unterheben und in etwa 4 Minuten heiß werden lassen; noch mal abschmecken; Minestrone auf Teller verteilen, Parmesan darüber reiben und Basilikum darüber streuen