Thai-Suppe Tom Kha Gai vegetarisch

Tom Kha Gai ist eigentlich eine Currysuppe auf Huhnbasis, aber auch vegetarisch abgewandelt ein absoluter Genuss! Eine zentrale Rolle spielen Galgant (thailändisch „kha“) und Zitronengras für das Aroma. Galgant ist dem Ingwer ähnlich, aber milder im Geschmack. Du bekommst ihn als Knolle im Asiamarkt. Zitronengras findet man dagegen mittlerweile auch schon im Supermarkt. Das zähe Gras sollte nicht mitgegessen werden, sondern lediglich sein Aroma abgeben. Limettenblätter und Limettensaft verstärken den frischen Geschmack außerdem noch und Chili bringt die richtige Schärfe hinein. Fischsoße rundet die traditionelle Suppe (thailändisch „tom“) eigentlich ab, aber darauf verzichte ich lieber. Statt Hühnerfleisch gibt es eine große Portion Gemüse.

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Zutaten für 2 Teller:

  • 2 Stängel Zitronengras
  • 4-5cm Galgant
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4-5 Limettenblätter
  • 1 TL Curry
  • ½ TL Zucker
  • etwas Chili
  • etwas Salz
  • 400ml Kokosmilch
  • 400ml Gemüsebrühe
  • Saft einer halben Limette
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 250g braune Champignons
  • 1 Paprika
  • etwas Öl zum Anbraten

Das Zitronengras putzen, jeweils in 2 bis 3 Stücke schneiden und platt drücken; Galgant schälen und fein hacken, ebenso die Knoblauchzehen; beides in etwas Öl anschwitzen; Zitronengras, Limettenblätter, Curry, Chili, Zucker und Salz zugeben und mit Kokosmilch und Gemüsebrühe ablöschen; 10 Minuten köcheln lassen; derweil das Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden; Zitronengras und Limettenblätter aus der Suppe fischen; Gemüse und Limettensaft zur Suppe geben und nochmals 10 Minuten kochen; abschmecken und pur (dann schafft einer mit großem Hunger diese Menge) oder mit Reis genießen …

Tipp: Galgant und Zitronengras portionsweise einfrieren – dazu wie beschrieben schneiden/hacken, einfrieren und bei Bedarf ohne Auftauen einfach in den Topf geben

Burmesische Nudeln

Als Souvenir hatte ich mir Nudeln aus Myanmar mitgebracht und damit dieses Gericht in Anlehnung an burmesische Shan Nudeln zubereitet. Statt Fleisch kommen bei mir Champignons und Zucchini hinein. Das entspricht nicht dem Original, aber was macht das schon?! Nudeln und Gemüse beamen mich dank der typischen Würze, Sprossen und Erdnüssen kurz mal zurück in den Urlaub …

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Zutaten für 2 Personen:

  • 150g Reisnudeln
  • 1 Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • ein Stückchen Ingwer
  • 400g Champignons
  • 1 kleine Zucchini
  • 4 Tomaten
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 EL Sojasoße
  • 1 TL Zucker
  • Chili, Kurkuma, Pfeffer
  • 1 Frühlingszwiebel
  • ca. 70g Sprossen
  • 50g gesalzene, geröstete Erdnüsse
  • (Sesam-)Öl zum Anbraten

Die Nudeln nach Packungsanweisung zubereiten; Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein hacken und in etwas Öl im Wok anbraten; in Scheiben geschnittene Zucchini und Champignons zugeben und mitbraten; dann die gewürfelten Tomaten unterheben und mit Tomatenmark, Sojasoße, Zucker und den Gewürzen würzen; alles ein paar Minuten köcheln lassen; Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden, Erdnüsse grob hacken; Nudeln auf Schalen verteilen, das Gemüse darüber geben und mit Frühlingszwiebeln, Sprossen und Erdnüssen bestreuen

Unterwegs in Myanmar

Im April 2019 war ich für ein paar Tage auf Stippvisite in Yangon (ehemals Rangun) und Umgebung unterwegs. Myanmar (auch Burma/Birma) war über Jahre abgeschottet vom Rest der Welt, öffnet sich nun jedoch zunehmend. Dennoch herrscht dort noch ein Militärregime – wenn auch heute mit einem offiziellen Präsidenten – und Konflikte zwischen den verschiedenen Volksgruppen machen einige Regionen zum Sperrgebiet. Die Unterdrückung der Rohingya oder auch festgenommene Journalisten sorgten für Schlagzeilen. Nach einigem Überlegen haben wir uns trotzdem entschlossen, das Land von Thailand aus für ein paar Tage zu bereisen, denn über die Burmesen, ihre Herzlichkeit gegenüber Touristen und ihre faszinierenden Kulturstätten haben wir viel Positives gelesen.

Und wir wurden nicht enttäuscht! Als Touristen haben wir uns wohl und sehr sicher gefühlt und eine Stadt besucht, die noch „ziemlich ursprünglich“ erschien, leider aber auch oft ärmlich und rückständig. Am beeindruckensten war der Abend in der Shwedagon-Pagode. Dort war viel los! Anders als bei unseren Kirchen, in denen andächtige Stille geboten ist, hatte das Treiben dort etwas viel Lebendigeres und Natürlicheres, und dennoch lag ein Zauber mit ganz besonderer Stimmung über der ganzen Anlage. Betende saßen völlig ruhig zwischen lärmenden Familien.

Die Stadt ist ansonsten geprägt von mehr und weniger gut erhaltenen Kolonialgebäuden, die die wechselvolle Geschichte des Landes widerspiegeln. Auf den Straßen findet man die überall in Südostasien verbreiteten Lebensmittel: viel frisches Obst (hier habe ich darüber ausführlicher berichtet) und Gemüse, Reis und diverses Fleisch. Typisch für viele burmesische Regionen sind allerdings Nudeln. Schon zum Frühstück gibt es Mohinga, eine deftige Nudelsuppe auf Fischbasis. Im Hotel haben wir sie auch mal probiert, aber so ganz von Kaffee und Brötchen konnte ich mich nicht lösen! 😉 Weit verbreitet sind außerdem die Shan Nudeln, ein Reisnudelgericht mit Fleisch, Tomaten, Sprossen und kräftigen Gewürzen. Hier kommt mein Rezept dafür – eine vegetarische Adaption natürlich!

Mit der Circle Train sind wir aus dem Stadtzentrum in die Vororte gefahren und auch im Zug war Essen allgegenwärtig. Zum einen dient der Zug als Transportmittel für jegliche Waren. Zum anderen steigen an den Haltestellen immer wieder Händler zu, die von Backwaren über Obst und Getränke bishin zur in Myanmar weit verbreiteten Betelnuss alles mögliche anbieten.

Anders als in vielen asiatischen Mega-Citys gibt es in Yangon kaum Hochhäuser. Bis 2016 war der Sakura-Tower das höchste Gebäude der Stadt und dort oben gibt es die Bar „Yangon Yangon“. Von dort aus hat man einen einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt, die übrigens nicht die Hauptstadt des Landes ist. Die Retortenstadt Naypyidaw wurde 2005 als Regierungssitz festgelegt mit der Begründung, dass sie deutlich zentraler im Land liegt als Yangon. Ähnlich wie das ganze Namenswirrwar ist dieser Umzug schwer zu begreifen … so oder so, den Tag über Yangons Dächtern mit einem Cocktail ausklingen zu lassen, ist eine prima Idee!

Erdnuss-Curry mit Kokosmilch

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 Brokkoli
  • 1 Paprika
  • 2 Möhren
  • 1-2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Currypulver
  • 1 TL Kurkuma
  • Salz, Pfeffer
  • Chili je nach Schärfe
  • 200ml Gemüsebrühe
  • 150ml Kokosmilch
  • 2-3 EL Erdnussbutter
  • 1/2 Glas eingelegte Maiskölbchen
  • 20g Erdnüsse
  • Thai-Basilikum, Petersilie
  • etwas Öl zum Anbraten

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Das Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden; in etwas Öl zunächst die Möhren, dann Paprika und Brokkoli und zuletzt Zwiebeln und Knoblauch anbraten; Gewürze dazugeben und kurz mitbraten; dann mit etwa 200ml Brühe ablöschen, Kokosmilch und Erdnussbutter einrühren und 10 Minuten köcheln lassen; derweil die Maiskölbchen halbieren und die Erdnüsse etwas anrösten in einer Pfanne ohne Zugabe von Fett; Maiskölbchen zugeben, noch mal aufkochen lassen und abschmecken; mit Erdnüssen und Thai-Basilikum oder Petersilie bestreut genießen …