Bärlauch-Risotto

Nachdem ich einige Rezeptbeiträge für Bärlauchrisotto gesehen hatte wie hier bei Schnippelboy, musste ich es auch mal zubereiten. Wichtig ist, den Bärlauch erst ganz am Ende zuzugeben, weil der Geschmack sich bei Hitze schnell verflüchtigt. So bleibt er gut erhalten und harmoniert wunderbar mit der leichten Weißweinnote. Mehr über den Bärlauch und andere wilde Kräuter findest du hier.

Zutaten für 2 Portionen als Hauptmahlzeit:

  • 60g Bärlauch, geputzt und feingeschnitten
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 220g Risottoreis
  • 300ml Weißwein
  • 800-1000ml heiße Gemüsebrühe
  • 30g Butter
  • 50g Parmesan, frisch gerieben
  • Pfeffer, evtl. Salz
  • etwas Öl

die Zwiebel fein hacken; in etwas Öl glasig andünsten, dann den Reis zugeben und kurz mitangehen lassen; mit Weißwein ablöschen und etwas einköcheln lassen; mit Pfeffer würzen, Salz ist kaum nötig; eine Kelle Gemüsebrühe zugeben und weiter bei mittlerer Hitze köcheln lassen bis die Flüssigkeit weg ist; zwischenzeitlich immer wieder umrühren; dann wieder eine Kelle heiße Brühe nachgeben und einköcheln lassen; so weiter verfahren bis der Reis gar ist mit noch ganz leichtem Biss; dann die Butter, den Parmesan sowie den in feine Streifen geschnittenen Bärlauch unterrühren und nur noch eine Minute köcheln lassen; das cremige Risotto mit einem knackigen Salat genießen …

Bärlauchbutter oder: er ist wieder da!

Jedes Mal auf’s Neue ist das doch im Frühling einfach herrlich wie es gefühlt über Nacht frisches Grün aus dem gerade noch winterlichen Boden treibt! Der Bärlauch ist einer der ersten Frühlingsboten. Je nach Standort habe ich ihn schon mit großen Blättern und Knospen gesehen oder auch noch etwas kleiner wie am Bach auf dem Foto.

Nach und nach stehen uns bald wieder jede Menge tolle Wildkräuter zur Verfügung. Über den Bärlauch habe ich letztes Jahr schon berichtet und ein paar Rezepte gebloggt. Hier folgt nun nur ein ganz Einfaches für aromatische Butter mit Bärlauch und Curry.

Zutaten:

  • 125g Butter auf Zimmertemperatur
  • 40g Bärlauchblätter
  • 1 TL Curry
  • 2 TL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer

den Bärlauch waschen und in grobe Stücke schneiden; in einem Mixer geben zusammen mit den Gewürzen und dem Zitronensaft und ein mal grob durchmixen; dann die Butter in Stücken zugeben und alles zu einer glatten Masse mixen; direkt genießen oder als Rolle geformt in Kühlschrank oder auch Gefrierschrank aufbewahren

Bärlauch / Bärlauchkapern

Mit Bärlauch habe ich ja schon einige Rezepte hier gebloggt. Das Bärlauch-Pesto und die grünen Pfannkuchen habe ich mit den ersten Blättern im März zubereitet, nun trägt der Bärlauch Knospen und an wärmeren Standorten schon Blüten. Der Bärlauch (Allium ursinum) kann das ganze Frühjahr über geerntet werden. Anders als ich es ab und an höre wird er nicht giftig, sobald er blüht. Ihm wird eine reinigende und stärkende Wirkung auf den Körper nachgesagt.

20200425_104300

… so schön blüht der Bärlauch je nach Standort ab Ende April …

Das stärkste Aroma nach würzigem Knoblauch hat er roh verarbeitet, gekocht wird der Geschmack deutlich milder. Dieses Aroma ist übrigens auch das beste Merkmal beim Sammeln, um ihn nicht mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen zu verwechseln. Der Bärlauch mag schattige, eher feuchte Plätze. Wenn er sich wohl fühlt, breitet er sich gern zu ganzen Teppichen aus. Die Pflanze Trocknen wie andere Wildkräuter klappt leider nicht, aber es gibt andere Wege, ihn haltbar zu machen. So kann man die Knospen einlegen wie Kapern.

Zutaten für 2 Gläschen (125ml):

  • 2 Hände voll Bärlauchknospen
  • 140ml Kräuteressig
  • 20g Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 12 schwarze Pfefferkörner

Die Gläser heiß ausspülen; mit Bärlauchknospen randvoll machen, ein paar Pfefferkörner daraufgeben; Essig mit Zucker und Salz aufkochen lassen und durchrühren; heiß die Gläser mit diesem Sud auffüllen und sofort verschließen; 2 Wochen stehen lassen und dann zum Vesper oder im Salat genießen …

20200502_195912

Der Bärlauch trägt nach der Blüte Samen, die wie grüner Pfeffer verwendet und ebenfalls eingelegt werden können. Weitere Infos zum Bärlauch gibt es zum Beispiel hier.

20200608_174943

Anfang Juni trägt der Bärlauch grüne Samen, die ein sehr intensives Knoblaucharoma haben.

Auch lecker mit Bärlauch:

Löwenzahn / Kräutercremesuppe

Löwenzahn – da brauch ich wohl keinerlei Beschreibung der Pflanze, den kennt jeder! Vom Löwenzahn (lat. Taraxacum officinale) kann die ganze Pflanze verwendet werden, die frisch gesprossenen kleinen Blätter im Frühling schmecken jedoch am besten. Er hat positive Wirkungen auf Niere, Leber und Galle, denn er entwässert und hilft beim Abführen. Deshalb ist ein Tee aus Löwenzahnblättern prima beim Fasten. Aber auch bei schmerzenden Gelenken soll der Löwenzahn heilsam sein.

20200411_114728

Die gelben Strahleblüten sind einfach schön! Im Hintergrund steht die ebenfalls sehr schöne und als zum Beispiel als Tee leckere Purpurrote Taubnessel.

Die Wurzeln des Löwenzahns sind im Herbst weniger bitter, der Rest der Pflanze sollte am besten im Frühjahr geerntet werden. Schnippelboy hat mir den Tipp gegen die Bitterkeit gegeben, die Blätter kurz in kaltes Salzwasser zu legen. Die Blättern kann man in einen Eintopf oder einen Wiesenkräutersalat geben. Oder man macht eine herrlich grüne Cremesuppe daraus …

20200421_184059

Zutaten pro Portion Suppe:

  • 20g Brennnesselspitzen
  • 10g Löwenzahnblätter
  • 10g Bärlauch
  • 1 große Möhre
  • 1 Zwiebel
  • Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 50ml Milch, Sahne oder vegane Hafer Creme Cuisine
  • Gänseblümchen und gehackte Kräuter zum Bestreuen

die Möhre und Zwiebel fein schneiden und in etwas Öl anbraten; die Wiesenkräuter durchsehen und nach 5 Minuten mit in die Pfanne geben; mit Gemüsebrühe ablöschen, würzen und etwa 15 Minuten köcheln lassen; die Suppe pürieren, Sahne zugeben und noch mal abschmecken; bestreut mit ein paar Blüten genießen …

Auch lecker: eine Pizza statt mit Rucola mit Löwenzahn belegen.

Weitere Infos, z.B. für Löwenzahn-Honig aus Blüten, gibt es bei www.kostbarenatur.net.