Bärlauch / Bärlauchkapern

Mit Bärlauch habe ich ja schon einige Rezepte hier gebloggt. Das Bärlauch-Pesto und die grünen Pfannkuchen habe ich mit den ersten Blättern im März zubereitet, nun trägt der Bärlauch Knospen und an wärmeren Standorten schon Blüten. Der Bärlauch (Allium ursinum) kann das ganze Frühjahr über geerntet werden. Anders als ich es ab und an höre wird er nicht giftig, sobald er blüht. Ihm wird eine reinigende und stärkende Wirkung auf den Körper nachgesagt.

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… so schön blüht der Bärlauch je nach Standort ab Ende April …

Das stärkste Aroma nach würzigem Knoblauch hat er roh verarbeitet, gekocht wird der Geschmack deutlich milder. Dieses Aroma ist übrigens auch das beste Merkmal beim Sammeln, um ihn nicht mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen zu verwechseln. Der Bärlauch mag schattige, eher feuchte Plätze. Wenn er sich wohl fühlt, breitet er sich gern zu ganzen Teppichen aus. Die Pflanze Trocknen wie andere Wildkräuter klappt leider nicht, aber es gibt andere Wege, ihn haltbar zu machen. So kann man die Knospen einlegen wie Kapern.

Zutaten für 2 Gläschen (125ml):

  • 2 Hände voll Bärlauchknospen
  • 140ml Kräuteressig
  • 20g Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 12 schwarze Pfefferkörner

Die Gläser heiß ausspülen; mit Bärlauchknospen randvoll machen, ein paar Pfefferkörner daraufgeben; Essig mit Zucker und Salz aufkochen lassen und durchrühren; heiß die Gläser mit diesem Sud auffüllen und sofort verschließen; 2 Wochen stehen lassen und dann zum Vesper oder im Salat genießen …

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Der Bärlauch trägt nach der Blüte Samen, die wie grüner Pfeffer verwendet und ebenfalls eingelegt werden können. Weitere Infos zum Bärlauch gibt es zum Beispiel hier.

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Anfang Juni trägt der Bärlauch grüne Samen, die ein sehr intensives Knoblaucharoma haben.

Auch lecker mit Bärlauch:

Löwenzahn / Kräutercremesuppe

Löwenzahn – da brauch ich wohl keinerlei Beschreibung der Pflanze, den kennt jeder! Vom Löwenzahn (lat. Taraxacum officinale) kann die ganze Pflanze verwendet werden, die frisch gesprossenen kleinen Blätter im Frühling schmecken jedoch am besten. Er hat positive Wirkungen auf Niere, Leber und Galle, denn er entwässert und hilft beim Abführen. Deshalb ist ein Tee aus Löwenzahnblättern prima beim Fasten. Aber auch bei schmerzenden Gelenken soll der Löwenzahn heilsam sein.

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Die gelben Strahleblüten sind einfach schön! Im Hintergrund steht die ebenfalls sehr schöne und als zum Beispiel als Tee leckere Purpurrote Taubnessel.

Die Wurzeln des Löwenzahns sind im Herbst weniger bitter, der Rest der Pflanze sollte am besten im Frühjahr geerntet werden. Schnippelboy hat mir den Tipp gegen die Bitterkeit gegeben, die Blätter kurz in kaltes Salzwasser zu legen. Die Blättern kann man in einen Eintopf oder einen Wiesenkräutersalat geben. Oder man macht eine herrlich grüne Cremesuppe daraus …

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Zutaten pro Portion Suppe:

  • 20g Brennnesselspitzen
  • 10g Löwenzahnblätter
  • 10g Bärlauch
  • 1 große Möhre
  • 1 Zwiebel
  • Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 50ml Milch, Sahne oder vegane Hafer Creme Cuisine
  • Gänseblümchen und gehackte Kräuter zum Bestreuen

die Möhre und Zwiebel fein schneiden und in etwas Öl anbraten; die Wiesenkräuter durchsehen und nach 5 Minuten mit in die Pfanne geben; mit Gemüsebrühe ablöschen, würzen und etwa 15 Minuten köcheln lassen; die Suppe pürieren, Sahne zugeben und noch mal abschmecken; bestreut mit ein paar Blüten genießen …

Auch lecker: eine Pizza statt mit Rucola mit Löwenzahn belegen.

Weitere Infos, z.B. für Löwenzahn-Honig aus Blüten, gibt es bei www.kostbarenatur.net.

12 von 12 im Zeichen des Frühlings

12 von 12, eine Aktion initiiert von Draußen nur Kännchen, am Ostersonntag 2020

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Ich starte den Tag bei herrlichem Wetter mit einer Runde Joggen. Der Flieder blüht schon …

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… und auch der Bärlauch treibt nun Blüten aus.

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Zum späten Osterfrühstück gibt es unter anderem leckeres Osterlaibchen und Nussrolle.

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Mittags gehe ich Wildkräuter sammeln, begleitet von Kater Henry.

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Da wächst so einiges auf der Wiese am Bach – demnächst mehr zu Wildkräutern hier auf dem Blog …

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… zum Beispiel über den gesunden Spitzwegerich …

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… oder was man aus Gänseblümchen alles machen kann außer drauf sitzen wie Henry! 🙂

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Dann lese ich weiter in Meike Winnemuths Buch „Das große Los“ …

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… und stimme ihr voll zu: „Etwas finden, wonach man nicht gesucht hat, darum geht’s beim Reisen wie im Leben.“ Ich träume mich ein bisschen zurück nach Sardinien …

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… zurück in den letzten Sommer, in das kitschig-schöne Städtchen Bosa …

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… und in die Gassen Olbias. Auf der nächsten Sardinien-Reise wird es in den Süden gehen.

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Italien ist nicht zuletzt wegen des leckeren Essens eines meiner Lieblingsländer. Bruschetta ist zum Beispiel so einfach und sooo gut! Und schmeckt zum Glück auch zuhause!

Schöne Ostertage euch allen noch!

Grüner Spargel aus dem Ofen

Einfacher geht’s nicht, wahrscheinlich auch nicht leckerer …

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Zutaten:

  • Grüner Spargel
  • Salz, Pfeffer
  • Öl
  • Zucker
  • frische Petersilie

Ofen auf 180 Grad vorheizen; die holzigen Enden des Spargels abschneiden und Spargelstangen putzen; auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen; salzen, pfeffern und mit Öl beträufeln; ein paar mal wenden, damit alle Seiten gewürzt sind; etwas Zucker darüberstreuen; im Ofen für etwa 12 Minuten noch bissfest backen; mit etwas Petersilie bestreut genießen … dazu passen Eier und Kartoffeln oder auch ein Salatteller

Und auch auf dem Grill wird der grüne Spargel super: den Spargel einfach in ein Alufolienpäckchen packen und Kräuter direkt mitreinpacken; an den Rand des Grills legen, wo es nicht zu heiß ist; nach 5 Minuten mal wenden; Päckchen aufmachen und genießen …