Spitzpaprika gefüllt mit Hüttenkäse

Ein von der türkischen Küche inspiriertes einfaches Rezept …

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Zutaten für 2 Portionen:

  • 4-6 Spitzpaprika, je nach Größe
  • 200g Hüttenkäse
  • 70g geriebener Käse
  • 1 Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 3 große Tomaten
  • Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Rauchpaprika, Thymian
  • Petersilie zum Bestreuen

Die Spitzpaprika um den Stiel einschneiden und mit einer drehenden Bewegung den Stiel möglichst mit den Häuten und Kernchen rausziehen; Hüttenkäse mit geriebenem Käse vermischen und würzen; in die Spitzpaprika füllen; die Paprika in eine Auflaufform legen; Zwiebeln und Tomaten kleinschneiden, Knoblauch pressen und alles über den Spitzpaprika verteilen; nochmals würzen; im vorgeheizten Ofen bei 190 Grad 25 Minuten backen; mit Petersilie bestreuen und mit Salat oder beispielsweise Ofenkartoffeln genießen …

Gemüse gefüllt mit Champignons und Feta

Es gibt sooo viel mehr als Hackfleisch in der Paprika!

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Zutaten für eine 1-2 Portionen:

  • 1 Paprika
  • 1 kleine Zucchini
  • 250g braune Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100g Feta
  • 200g passierte Tomaten
  • 100ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Oregano

Die Champignons putzen und klein schneiden; Zwiebel und Knoblauch fein würfeln; in einer beschichteten Pfanne ohne Öl zunächst die Champignons scharf anbraten; dann die Hitze reduzieren und Zwiebeln sowie Knoblauch mit etwas Öl zugeben; 3-5 Minuten braten und würzen; dann etwas abkühlen lassen; derweil die Tomaten und die Gemüsebrühe in eine Auflaufform geben und würzen; von der Paprika den Deckel abschneiden (aufbewahren!) und Häute mit Kernchen entfernen; die Zucchini längs halbieren, die Kerne mit einem Löffel rausschaben und so Platz für die Füllung schaffen; den Ofen auf 175 Grad vorheizen; Feta würfeln und mit den abgekühlten Pilzen mischen; diese Füllung in Paprika und Zucchinihälften verteilen; in die Auflaufform setzen und Paprika mit ihrem Deckel verschließen; ca. 35 Minuten backen; wenn du noch Reis als Beilage machen möchtest, reicht das Gemüse für zwei …

Auch lecker: Paprika gefüllt mit Grünkern

Banh Bao / Baozi – gedämpfte Hefeteigklöße

Banh Bao stammen aus Vietnam und sind auf gut deutsch herzhaft gefüllte Hefeklöße, die gedämpft werden. Bei meiner Vietnam-Reise habe ich sie oft an Straßenständen gesehen, aber wegen der typischen Fleischfüllung nicht probiert. Nun habe ich sie vegetarisch selbst gekocht. In der chinesischen Küche gibt es ähnliche Taschen aus Hefeteig, die Baozis, ebenso die Bapao in Indonesien. Die Wurzeln all dieser Gerichte liegen in China.

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Zum Dämpfen nutze ich einen einfachen Garkorb aus Metall, stilecht wäre ein Bambuskorb. Wer keinen Dampfeinsatz hat, kann sie auch wie die deutschen Dampfnudeln direkt in Flüssigkeit mit Topfdeckel garen – vorher kurz angebraten sind sie zwar nicht mehr traditionell, aber auch sehr lecker. Banh Bao werden sowohl warm als auch kalt gegessen und gerne auch mal als Snack mitgenommen wie bei uns ein belegtes Brot. Der Hefeteig sorgt für eine fluffige, leicht süße Hülle um die würzige Füllung.

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Zutaten für 10 Stück:

Für den Teig:

  • 300g Weizenmehl
  • 60g Zucker
  • ½ TL Salz
  • 175ml lauwarme Milch
  • 15g frische Hefe
  • 15g Pflanzenöl

Für die Füllung:

  • 2 Möhren
  • 1 Paprika
  • 50g Glasnudeln
  • 4-5 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 25ml Sojasoße
  • Salz, Pfeffer, Chili, evtl. Thai-Basilikum
  • 400ml Wasser (je nach Garkorb, bei mir Ø 25cm mit 2cm hohen Füßchen)
  • 2 EL Essig
  • 5 Eier
  • Öl zum Anbraten

Alle Teigzutaten zu einem glatten Teig verkneten und abgedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen; die Eier hart kochen, schälen und dann abgekühlt quer halbieren; die Glasnudeln nach Packungsanweisung kochen; das Gemüse putzen und in kleine Würfel schneiden; in etwas Öl langsam anbraten; nach etwa 10 Minuten mit Sojasoße ablöschen, würzen und von der Herdplatte nehmen; die Glasnudeln in grobe Stücke schneiden und mit dem Gemüse vermischen;

den Teig kurz durchkneten und zu einer Rolle formen; in 10 Stücke zerteilen und kreisrund (Durchmesser etwa 10cm) ausrollen; jeweils zwei Esslöffel Füllung sowie ein halbes Ei darauf geben und nach oben hin verschließen; auf einem kleinen Stück Backpapier in den Garkorb setzen; Wasser und Essig im Topf zum Kochen bringen; den Garkorb hineinstellen und 20 Minuten mit Deckel dämpfen, dann noch 5 Minuten ohne Deckel; noch warm genießen …

Tipps:

Wer keine Lust auf Eier hat, lässt sie weg und nimmt einfach mehr Gemüse!

Für die gebratene Variante etwas Öl in eine Pfanne geben und die Banh Bao bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun anbraten; etwas Wasser angießen und mit Deckel auf der Pfanne 10 Minuten gar köcheln lassen

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Gedämpft und gebraten im Vergleich … 

Brennnessel / Kräuter-Blätterteig-Taschen

Die meiner Meinung nach zu Unrecht als „Unkraut“ verschriene Brennnessel (lat. Urtica dioica) lässt sich in vielen Gerichten wunderbar einsetzen. Wer vor den brennenden Härchen zurückscheut, zieht einfach ein paar Gartenhandschuhe beim Pflücken an. Im Internet findet man auch Techniken für schmerzfreies Ernten, aber hundertprozentig funktioniert das zumindest bei mir alles nicht. Durch das Waschen verschwinden die Brennhaare dann.

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Sowohl die Große Brennnessel als auch die Kleine Brennnessel haben vor allem entwässernde Wirkung und helfen bei Erkrankungen der Harnwege wie zum Beispiel Blasenentzündung gut. Auch blutreinigend sollen sie sein und gegen Gicht und Rheuma helfen. Ich mag vor allem den Tee aus getrockneten Brennnesselspitzen und trinke ihn auch ohne Beschwerden gerne! Ich zerkleinere die frischen Spitzen nicht vor dem Trocknen, aber wenn dir das zu unhandlich ist, kannst du sie auch in feine Streifen schneiden. Alternativ können die getrockneten Blätter vor dem Abfüllen zerbröselt werden.

Übrigens, die weiße und die purpurrote Taubnessel sowie die Goldnessel sind genauso essbar wie die Brennnesseln. Ihre Blüten schmecken süßlich und passen deshalb auch toll zu Süßspeisen. Ein Tee daraus ist nicht zuletzt wegen dieser Süße eine feine Sache. Anders als die Brennnesseln haben sie keine Brennhaare.

Ansonsten kann die Brennnessel wie frischer Blattspinat oder Mangold verwendet werden. So habe ich zum Beispiel in diesem Rezept für Blätterteigtaschen den Blattspinat durch Brennnesselspitzen ersetzt. Ich ernte immer nur den oberen Teil der Brennnessel und nehme mir auch bei dieser weit verbreiteten Pflanze an einer Stelle maximal ein Drittel weg. Die Blätter können im Frühjahr und Sommer gesammelt werden. Etwa ab September tragen die Brennnesseln Samen, die man ebenfalls essen kann.

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Zutaten für 8 Blätterteigtaschen:

  • 1 Rolle Blätterteig
  • 100g Brennnesselspitzen
  • 30g Bärlauchblätter
  • 1 Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 100g Feta
  • 5-6 getrocknete Tomaten in Öl
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer
  • Schwarzkümmelsamen oder Sesam zum Bestreuen

die Zwiebel und Knoblauchzehe klein schneiden und in etwas Öl anbraten; die Brennnesseln un den Bärlauch waschen, in grobe Stücke schneiden und mitbraten; das ganze würzen und etwas abkühlen lassen; dann den Feta in kleinen Würfeln dazu geben und ein Ei unterrühren; das andere Ei trennen; den Blätterteig ausrollen und in 8 Rechtecke schneiden; jeweils etwas Masse darauf geben, den Rand mit Eiweiß bestreichen und zuklappen; die Enden mit den Zinken einer Gabel zudrücken und die Taschen mit Eigelb bestreichen; mit Schwarzkümmelsamen oder Sesam bestreuen; im auf 190 Grad vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen; heiß aus dem Ofen oder auch kalt genießen …

Auch lecker mit Brennnesseln: