Chinois – Gefüllte Hefeschnecken

Chinois, französisch für „chinesisch“, bezeichnet einen Kuchen aus Hefeteigschnecken mit einer Pudding-Füllung. Der super-zarte, buttrige Teig gleicht quasi einem Briocheteig und wird mit der Füllung und den Rosinen noch saftiger. Am liebsten mag ich Chinois ganz frisch und noch lauwarm, aber er ist auch am nächsten Tag anders als herkömmlicher Hefezopf nicht trocken.

Zutaten für einen Kuchen (26cm-Springform):

Für den Teig:

  • 200ml Milch
  • 100g Butter
  • 500g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 60g Zucker
  • 21g frische Hefe (halber Würfel)
  • 1 Ei

Für die Füllung:

  • 200ml Sahne
  • 150ml Milch
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 45g Zucker
  • 40g Speisestärke
  • 70g Rosinen, evtl. in braunen Rum eingelegt

Für den Guss:

  • 100g Puderzucker
  • 2 EL Wasser

Die Rosinen nach Geschmack mit einem Schuss Rum übergießen und durchziehen lassen

Für den Teig Milch mit Butter in eine Schale geben und in der Mikrowelle etwas erwärmen, sodass die Butter flüssig wird; zu den anderen Teigzutaten in eine Schüssel geben und mit den Knethaken zu einem geschmeidigen Teig verkneten; abgedeckt für 45 Minuten gehen lassen

Derweil eine Springform mit Durchmesser 26cm mit Butter einfetten; Ofen auf 180 Grad vorheizen

Für die Füllung die Zutaten (ohne Rosinen) in einer Schüssel miteinander glatt rühren; dann bei 600 Watt für 3 Minuten in die Mikrowelle stellen; ordentlich durchrühren und dann nochmals bei 600 Watt für 3 Minuten in die Mikrowelle geben bis ein Pudding entstanden ist; noch mal durchrühren

Den Teig auf einer bemehlten Fläche auf gut 30 x 40 cm ausrollen; den noch warmen Pudding darauf streichen, nur an einer langen Seite etwas Rand freilassen für den Schluss der Schnecken; die Rosinen auf dem Pudding verteilen; nun zur Rolle aufrollen zur Randseite hin; mit einem scharfen Messer in 8 Stücke teilen (geht am einfachsten zunächst in der Mitte, dann bei den entstandenen Stücken wieder in der Mitte und dann nochmals die Stücke in der Mitte); die Schnecken aufrecht mit etwas Abstand in die Form setzen; für 35 Minuten in den Ofen geben und goldbraun backen;

Puderzucker mit Wasser glatt rühren; auf dem etwa 10 Minuten abgekühlten, noch warmen Kuchen verteilen und trocknen lassen; direkt lauwarm genießen … falls was übrig bleibt, kann der Kuchen am Stück oder einzelne die Schnecken eingefroren werden

Knuspriger Zwiebelkuchen

Mein Rezept ist, wenn man es genau nimmt, für einen Zwiebel-Lauch-Kuchen. Der Lauch bringt noch zusätzlich etwas Geschmack mit hinein und zudem etwas Farbe in die Masse, genau wie die roten Zwiebeln. Natürlich kann der Kuchen auch nur mit Gemüsezwiebeln gebacken werden. Der Hefeteig wird schön locker und knusprig am Rand, so wie er sein soll! Das schwäbische Original verzichtet auf den Käse, dafür sieht es eigentlich noch Speck vor. Dank einem ordentlichen Löffel Kümmel braucht es meiner Meinung nach den Speck aber nicht für einen deftig-leckeren Geschmack.

Zwiebelkuchen (26cm-Form):

Für den Teig:

  • 250g Mehl
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 150ml Milch, lauwarm
  • 50g Butter, weich

Für die Füllung:

  • 2 Gemüsezwiebeln (ca. 500g)
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Stange Lauch
  • Kümmel, ganz und gemahlen
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 100ml Sahne
  • 2 Eier
  • 75g geriebener Käse
  • Öl zum Braten
  • Butter & etwas Mehl zum Form Einfetten & Bestäuben

Butter und Milch in einem Schälchen in der Mikrowelle auf maximal 30 Grad erwärmen; zu Mehl, Hefe, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten; zugedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen;

Für die Füllung Zwiebeln und Lauch putzen und in kleine Stückchen schneiden; in etwas Öl langsam dünsten, ohne dass das Gemüse Farbe nimmt; nach etwa 10 Minuten kräftig würzen und abkühlen lassen;

Eine Springform mit 26cm Durchmesser einfetten und bemehlen; den gegangen Teig gleichmäßig darin verteilen und einen 3 bis 4cm hohen Rand formen; Form noch mal abdecken und ein paar Minuten gehen lassen; Ofen auf 200 Grad vorheizen; Eier und Sahne unter die abgekühlte Zwiebelmasse rühren und noch mal abschmecken; Masse in die Form auf den Teig geben und mit Käse bestreuen; 50-60 Minuten backen; nach dem Rausnehmen am besten etwas abkühlen lassen und dann noch warm genießen …

Würzige Paprika-Fladen

Zutaten für 8 Fladen / etwa 3 Portionen:

  • 380g Mehl
  • ½ Würfel Hefe
  • 1 TL Zucker
  • ½ TL Salz
  • 80ml Milch, lauwarm
  • 2 EL Olivenöl
  • 4 rote Paprika
  • 1-2 Zwiebeln
  • 30g Sonnenblumenkerne oder gehackte Walnüsse
  • 1 EL Tomatenmark
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Zaatar, alternativ Sesam gemischt mit Kreuzkümmel
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver
  • frische Petersilie und Kreuzkümmel zum Bestreuen

Aus Mehl, Hefe, Zucker, Salz, lauwarmer Milch und den 2 EL Öl einen Teig kneten und mindestens 30 Minuten gehen lassen;

die Paprika putzen und in dünne Streifen schneiden, die Zwiebeln ebenso; Gemüse in eine Schüssel geben und mit Kernen, Tomatenmark, 3 EL Öl und Gewürzen gut verrühren;

den Ofen auf 180 Grad vorheizen; den Teig in 8 Stücke teilen und ausrollen; auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und den Belag darauf verteilen; etwa 25 Minuten backen; mit gehackter Petersilie und Kreuzkümmel bestreut genießen …

abgewandelt von Biberli-Ekmek aus „Türkisch vegetarisch“ (Brandstätter)

Libanesisches Manakish mit Zatar

Neulich bin ich über die Gewürzmischung Zaatar (auch Zatar, Satar oder Za’atar) gestolpert und bei der Recherche, was man damit wohl so machen kann, hat sich wieder mal eine kleine neue Welt für mich geöffnet! Im arabischen Raum, unter anderem der Türkei, Syrien und dem Libanon wird Zaatar für alltägliche Gerichte verwendet. Die Mischung aus Sesam, Sumach, Thymian, Kreuz- und Schwarzkümmel sowie Salz kann man natürlich auch selber herstellen und nach Gusto variieren.

Ich habe Manakish, eine Art Frühstücksfladen aus dem Libanon damit zubereitet. Das Gewürz wird einfach mit Öl verrührt und auf einen Teigfladen gestrichen. Nach dem Backen schmeckt dazu etwas Joghurt oder man wickelt den Fladen zu einem Wrap auf gefüllt mit Eissalat, Gurkenscheiben, Tomatenspalten und Petersilie. Ich habe auch noch eine Variante mit Käsebelag ausprobiert, auch sehr lecker!

Zutaten für etwa 4 Fladen:

  • 250g Mehl
  • 10g frische Hefe
  • ½ TL Zucker
  • ½ TL Salz
  • 100ml lauwarmes Wasser
  • 15ml Olivenöl

Mehl in eine Schüssel geben; eine kleine Kuhle hineinmachen, Hefe hineinbröseln und mit Zucker bestreuen; lauwarmes Wasser zugeben und 5 Minuten stehen lassen; Salz und Öl zugeben und zu einem glatten Teil verkneten; 45-60 Minuten gehen lassen; dann in 4 Stücke teilen und ausrollen; den Belag darauf streichen und im auf 210 Grad vorgeheizten Ofen backen

Für den Belag:

  • 5 EL Zaatar
  • 3 EL Olivenöl
  • Cayennepfeffer oder Chili nach Geschmack

Zaatar mit dem Öl glatt rühren, nach Geschmack noch etwas Schärfe zugeben; auf den Teig streichen; 9-10 Minuten backen; mit Joghurt genießen …

Alternativer Belag mit Käse:

  • 200g Feta
  • 10g geriebener Käse
  • 3-4 EL Joghurt
  • etwas Schwarzkümmel oder Zaatar
  • Pfeffer
  • Petersilie und Frühlingszwiebeln zum Bestreuen

Feta zerdrücken und mit Käse und Joghurt verrühren; auf den Teig streichen und mit Schwarzkümmel und frisch gemahlenem Pfeffer würzen; etwa 11-12 Minuten backen; mit Petersilie und Frühlingszwiebeln bestreut genießen …