Apfel-Schmand-Kuchen

Tja, da ist doch tatsächlich Anfang April noch mal der Winter zurück mit ordentlich Kälte und Schnee! Also machen wir es uns noch mal drinnen gemütlich mit heißem Kaffee und einem leckeren Apfelkuchen mit Schmandguss vom Blech. Weil ich heute nur für zwei backen wollte und Hefekuchen frisch einfach am besten schmeckt, habe ich das Rezept für ein Backblech auf eine kleine Form runtergekürzt. Das hat auch gut geklappt, allerdings für eine noch kleinere Menge würde sich der Aufwand wohl nicht mehr lohnen … so, während ich das schreibe, kühlt der Kuchen aus – muss dann mal los zum Kaffeekränzchen 😉

Zutaten für eine Form 25x21cm (ca. 1/3 Backblech):

Teig:

  • 165g Weizenmehl (505 / 405)
  • 25g Zucker
  • ½ Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • ca. 15g frische Hefe
  • 90ml Milch, lauwarm
  • 25g weiche Butter + etwas zum Form einfetten

Belag:

  • ca. 500g Apfelschnitze (4 Äpfel)
  • ca. 20g Rosinen
  • 1 Ei, getrennt
  • 1 Prise Salz
  • 15g Zucker
  • ½ Päckchen Vanillezucker
  • 200g Schmand oder Saure Sahne

Milch mit Butter in der Mikrowelle erwärmen; derweil Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz und Hefe in eine Schüssel geben; die lauwarme Milch und Butter zugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten; abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen

Form einfetten; Äpfel schälen, halbieren, entkernen und in Schnitze schneiden; den Teig in der Form ausrollen und dabei einen kleinen Rand formen; mit den Apfelschnitzen eng belegen; ein paar Rosinen darüber verteilen

Ei trennen und Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen; Eigelb mit Zucker, Vanillezucker und Schmand gut verrühren; Eischnee unterheben und die Masse über den Apfelkuchen geben; etwas glattstreichen und in den auf 175 Grad vorgeheizten Ofen schieben; nach ca. 35 Minuten rausnehmen, kurz abkühlen lassen und genießen …

Chinois – Gefüllte Hefeschnecken

Chinois, französisch für „chinesisch“, bezeichnet einen Kuchen aus Hefeteigschnecken mit einer Pudding-Füllung. Der super-zarte, buttrige Teig gleicht quasi einem Briocheteig und wird mit der Füllung und den Rosinen noch saftiger. Am liebsten mag ich Chinois ganz frisch und noch lauwarm, aber er ist auch am nächsten Tag anders als herkömmlicher Hefezopf nicht trocken.

Zutaten für einen Kuchen (26cm-Springform):

Für den Teig:

  • 200ml Milch
  • 100g Butter
  • 500g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 60g Zucker
  • 21g frische Hefe (halber Würfel)
  • 1 Ei

Für die Füllung:

  • 200ml Sahne
  • 150ml Milch
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 45g Zucker
  • 40g Speisestärke
  • 70g Rosinen, evtl. in braunen Rum eingelegt

Für den Guss:

  • 100g Puderzucker
  • 2 EL Wasser

Die Rosinen nach Geschmack mit einem Schuss Rum übergießen und durchziehen lassen

Für den Teig Milch mit Butter in eine Schale geben und in der Mikrowelle etwas erwärmen, sodass die Butter flüssig wird; zu den anderen Teigzutaten in eine Schüssel geben und mit den Knethaken zu einem geschmeidigen Teig verkneten; abgedeckt für 45 Minuten gehen lassen

Derweil eine Springform mit Durchmesser 26cm mit Butter einfetten; Ofen auf 180 Grad vorheizen

Für die Füllung die Zutaten (ohne Rosinen) in einer Schüssel miteinander glatt rühren; dann bei 600 Watt für 3 Minuten in die Mikrowelle stellen; ordentlich durchrühren und dann nochmals bei 600 Watt für 3 Minuten in die Mikrowelle geben bis ein Pudding entstanden ist; noch mal durchrühren

Den Teig auf einer bemehlten Fläche auf gut 30 x 40 cm ausrollen; den noch warmen Pudding darauf streichen, nur an einer langen Seite etwas Rand freilassen für den Schluss der Schnecken; die Rosinen auf dem Pudding verteilen; nun zur Rolle aufrollen zur Randseite hin; mit einem scharfen Messer in 8 Stücke teilen (geht am einfachsten zunächst in der Mitte, dann bei den entstandenen Stücken wieder in der Mitte und dann nochmals die Stücke in der Mitte); die Schnecken aufrecht mit etwas Abstand in die Form setzen; für 35 Minuten in den Ofen geben und goldbraun backen;

Puderzucker mit Wasser glatt rühren; auf dem etwa 10 Minuten abgekühlten, noch warmen Kuchen verteilen und trocknen lassen; direkt lauwarm genießen … falls was übrig bleibt, kann der Kuchen am Stück oder einzelne die Schnecken eingefroren werden

Knuspriger Zwiebelkuchen

Mein Rezept ist, wenn man es genau nimmt, für einen Zwiebel-Lauch-Kuchen. Der Lauch bringt noch zusätzlich etwas Geschmack mit hinein und zudem etwas Farbe in die Masse, genau wie die roten Zwiebeln. Natürlich kann der Kuchen auch nur mit Gemüsezwiebeln gebacken werden. Der Hefeteig wird schön locker und knusprig am Rand, so wie er sein soll! Das schwäbische Original verzichtet auf den Käse, dafür sieht es eigentlich noch Speck vor. Dank einem ordentlichen Löffel Kümmel braucht es meiner Meinung nach den Speck aber nicht für einen deftig-leckeren Geschmack.

Zwiebelkuchen (26cm-Form):

Für den Teig:

  • 250g Mehl
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 150ml Milch, lauwarm
  • 50g Butter, weich

Für die Füllung:

  • 2 Gemüsezwiebeln (ca. 500g)
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Stange Lauch
  • Kümmel, ganz und gemahlen
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 100ml Sahne
  • 2 Eier
  • 75g geriebener Käse
  • Öl zum Braten
  • Butter & etwas Mehl zum Form Einfetten & Bestäuben

Butter und Milch in einem Schälchen in der Mikrowelle auf maximal 30 Grad erwärmen; zu Mehl, Hefe, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten; zugedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen;

Für die Füllung Zwiebeln und Lauch putzen und in kleine Stückchen schneiden; in etwas Öl langsam dünsten, ohne dass das Gemüse Farbe nimmt; nach etwa 10 Minuten kräftig würzen und abkühlen lassen;

Eine Springform mit 26cm Durchmesser einfetten und bemehlen; den gegangen Teig gleichmäßig darin verteilen und einen 3 bis 4cm hohen Rand formen; Form noch mal abdecken und ein paar Minuten gehen lassen; Ofen auf 200 Grad vorheizen; Eier und Sahne unter die abgekühlte Zwiebelmasse rühren und noch mal abschmecken; Masse in die Form auf den Teig geben und mit Käse bestreuen; 50-60 Minuten backen; nach dem Rausnehmen am besten etwas abkühlen lassen und dann noch warm genießen …

Pizza bianca

Die „weiße Pizza“ kommt ohne Tomatensoße aus, braucht aber eine cremige Basis mit Ricotta, Frischkäse oder Schmand. In Italien, besonders in Norditalien, gibt es unter Pizza bianca verschiedenste Ausführungen, mit verschiedenen Käsesorten und diversen Belägen. Ich habe heute Ziegenfrischkäse genommen und nur ein bisschen Zwiebeln und Paprika …

Zutaten für ein Blech oder 3 runde Pizzen:

  • Pizzateig, z.B. nach diesem Rezept
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Paprika oder ein Stück Lauch
  • 50g gemischte Kerne
  • 2 Knoblauchzehen
  • 150g Ziegenfrischkäse
  • 100ml Milch
  • Salz, Pfeffer, Rosmarin, Thymian
  • 100g geriebener Käse
  • Basilikum oder Rucola nach Geschmack

Den Teig vorbereiten, ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen; die Zwiebel in Ringe schneiden, die Paprika in Streifen; den Frischkäse mit der Milch glatt rühren, die Knoblauchzehen hineinpressen und würzen; die Masse auf den Teig streichen; die Zwiebelringe, Paprikastreifen und die Kerne darauf verteilen; den Käse darüber geben; im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen ein Blech etwa 30 Minuten bzw. eine Pizza 15-20 Minuten backen; aus dem Ofen nehmen, nach Geschmack noch mit ein paar Blättern Basilikum oder Rucola belegen und genießen …