Auf die Plätzchen … 6: Schoko-Marzipan-Kugeln

Sonntag, 1. Advent, und draußen 7 Grad und Regen … auch wenn das Wetter noch nicht ganz zum weihnachtlichen „Winter Wonderland“ passen will, lässt der Duft frisch gebackener Plätzchen Weihnachtsstimmung aufkommen! Das Rezept für diese Schoko-Marzipan-Kugeln ist eine Abwandlung von den Schokoladen-Marzipan-Plätzchen vom Blog Sia’s Soulfood, auf dem ich schon viele tolle Backrezepte entdeckt habe. Meine Variante ist deutlich mandellastiger und von der Form her fast schon eher eine Praline als ein Plätzchen, denn der kompakte Teig behält auch beim Backen die Kugelform bei.

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Zutaten für 25 Stück:
100 g Marzipan
1 Eiweiß
50 g Zartbitterschokolade, geschmolzen
60 g Puderzucker
40 g gemahlene Mandeln
100 g gehackte Mandeln
1 ½ EL Kakao
½ TL Zimt
25 ganze Mandeln
Zartbitterkuvertüre und Zimt zum Verziehren

Die Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen; das Marzipan mit dem Eiweiß verkneten (bzw. vermatschen 😉 ) und die anderen Zutaten bis auf die ganzen Mandeln zugeben; vom Teig jeweils eine haselnussgroße Portion nehmen, in der Handfläche zu einem flachen Kreis formen, eine Mandel hineinlegen und zu einer Kugel rollen → Hände am besten immer wieder etwas anfeuchten;

den Ofen auf 150 Grad vorheizen; die Kugeln auf einem Blech mit Backpapier 20 Minuten backen und auskühlen lassen; Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, die Kugeln damit bepinseln und mit Zimt bestäuben; wenn die Kuvertüre fest ist, die Kugeln in einer Blechdose aufbewahren – am besten mit einem Apfelschnitz, damit sie nicht hart werden

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Auf die Plätzchen … 4: Mozartmakronen

Diese Mozartmakronen verdanken ihren Namen der Marzipan- und Nougatschicht, die für Mozartkugeln typischen Pistazien fehlen allerdings … na mal sehen, die lassen sich beim nächsten Mal vielleicht auch noch integrieren. 😉 Sicher ist jedenfalls, dass die Makronen sowohl knusprig frisch gebacken als auch weich nach ein paar Tagen in der Plätzchendose hervorragend schmecken!

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Zutaten für ca. 30 Plätzchen:

100 g gemahlene Mandeln
2 EL Kakao
110 g Puderzucker
2 Eiweiß
50 g Zucker
Prise Salz
100 g Marzipanrohmasse
100 g Nussnougat

Mandeln, Kakao und Puderzucker miteinander mischen; Eiweiß, Zucker und die Prise Salz in einer Schüssel überm heißen Wasserbad zu einer steifen Baisermasse aufschlagen, dann im kalten Wasserbad wieder kalt schlagen; die Mandelmischung unterheben; den Teig in 60 Portionen ungefähr haselnussgroß auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech spritzen, dabei ca. 2 cm Abstand lassen; bei 150 Grad 12-14 Minuten backen -> Achtung, die Makronen sollen keine Farbe bekommen, sie werden sonst zäh; aus dem Ofen holen und noch 5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann lösen sich die Makronen besser vom Backpapier als ganz heiß; auskühlen lassen;

Das Nussnougat im Wasserbad schmelzen; vom Marzipan 30 kleine Stücke abschneiden, zu einer Kugel formen und dann in der Hand flach zu einem Kreis in Größe der Plätzchen drücken; die Makronen auf der flachen Seite mit Nougat bestreichen und immer 2 mit einem Marzipankreis dazwischen zusammensetzen; mehrere Stunden liegen lassen bis das Nussnougat fest ist, dann in einer Dose aufbewahren oder direkt vernaschen!

Waffeln mit Apfel und Marzipan

Bei Waffeln scheiden 2 Fragen ja die Geister: 1. Rund oder rechteckig? 2. Dick und weich oder dünn und knusprig? Was die erste Frage angeht, habe ich mich irgendwann mal für ein Waffeleisen mit 2 quadratischen Waffelformen entschieden … keine Ahung mehr, warum. Mit wenig Teig bekommt man aber auch in diesem Waffeleisen runde Waffeln hin. 😉 Bei der zweiten Frage kommt es für mich auf den Teig an. Waffeln nach einem klassischen Rezept ohne viel Schnickschnack mag ich am liebsten kross und schön braun. Die Obst-Waffeln mit Marzipan müssen für mich aber weich, saftig und nur hellbraun gebacken sein. Durch das Marzipan bekommen sie einen leicht mandeligen, süßen Geschmack, Zucker ist da nicht mehr nötig.

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Zutaten für 5-6 Waffeln:
1 Ei
80 g Joghurt
80 g Milch
100 g Marzipanrohmasse
100 g Mehl
1 Prise Salz
120 g Apfel oder anderes Obst

Die Äpfel in sehr kleine Stücke schneiden; das Ei schaumig schlagen, dann Joghurt, Milch, Salz und die Marzipanrohmasse hinzugeben und rühren bis sich das Marzipan aufgelöst hat; das Mehl und die Apfelstückchen unterheben;

Portionsweise Teig ins heiße Waffeleisen geben und ausbacken; mit Kompott oder schlicht einem Stückchen Butter genießen

Hamburg, Lübeck und ein Rezept für Marzipanschnecken

Kürzlich habe ich ein paar Tage in Hamburg und Umgebung verbracht. Seit ich als Praktikantin mal einige Monate in Lübeck war, komme ich immer wieder gerne. Dass ich dort so gerne bin liegt nicht nur an den schönen roten Backsteinbauten und dem nahen fantastischen Ostseestrand, sondern auch an einer Hamburger Spezialität, dem Franzbrötchen. Klar gibt es hier in Süddeutschland auch ganz wunderbares Gebäck, aber nichts so Zimtig-Feines wie die Franzbrötchen. Schon allein der Duft nach Zimt in den Bäckereien – herrlich!

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an der Außenalster

Franzbrötchen hat in Hamburg jeder Bäcker im Sortiment. Eine Bäckerkette mit sehr guten Franzbrötchen ist meiner Meinung nach „Franz & Friends“, die am Hauptbahnhof und anderen Bahnstationen zu finden ist. Neben dem Klassiker gibt’s zum Beispiel auch Franzbrötchen mit Schokolade, Mandeln oder Nougat. Eine weitere tolle Franzbrötchen-Anlaufstelle habe ich in Hamburg-Uhlenhorst, wo ich dieses mal übernachtet habe, mit der Konditorei Pritsch entdeckt. Übrigens werden dort auch andere Leckereien wie dieses Himbeertörtchen angeboten …

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Bei meinem Kurztrip musste natürlich auch ein Abstecher nach Lübeck dabei sein. Spezialität der Stadt ist das Marzipan. Dieses Mal habe ich mir ein Stück Marzipantorte im Café im Marzipan-Speicher gegönnt, mächtig, aber lecker!

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Danach brauchte ich erst mal etwas Bewegung und bin mit dem Zug in knapp 30 Minuten nach Scharbeutz-Haffkrug gefahren. Jetzt im Oktober geht es dort schon ziemlich ruhig zu, im Sommer muss man sich den schönen Strand leider mit vielen anderen Touristen teilen. Trotzdem ist es auch in der Hochsaison im Vergleich zu Timmendorfer Strand meist nicht überlaufen.

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Tja, und nun zurück im Süden hatte ich mir überlegt, mich mal selbst an Franzbrötchen zu versuchen und habe auch einige Rezepte dafür im Internet gefunden. Letzten Endes bin ich mir aber sicher, dass meine Eigenproduktion nicht an die original Hamburger Franzbrötchen heranreichen könnte – schon allein weil hier einfach das Hamburger Flair fehlt. Also habe ich mich dafür entschieden, kleine Marzipanschnecken zu backen. Die Zutaten erinnern mich an Hamburg und Lübeck, die Schneckenform an die schwäbische Schneckennudel – quasi Norden trifft Süden! Hübsch sind sie geworden und sie schmecken auch. Und der nächste Urlaub in Norddeutschland ist schon in Planung …

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Zutaten für 10 kleine Schnecken:

200 g Mehl
40 g weiche Butter + 1 EL Butter zum Bestreichen
60 ml lauwarme Milch
15 g Hefe
30 g Zucker
1 Prise Salz
2 EL Zimt
150 g Marzipanrohmasse
1 Eigelb
Mandelblättchen

Aus den ersten 6 Zutaten einen Hefeteig herstellen und ca. 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen; dann den Teig zu einem Rechteck ausrollen; das Marzipan mit dem Esslöffel Butter etwas erwärmen, sodass es sich auf den Teig streichen lässt; dann den Teig noch mit dem Zimt bestäuben; das Rechteck zu einer Rolle aufrollen und die Rolle in ca. 2 cm breite Stücke schneiden;

Die Stücke mit der Schnittfläche nach oben bzw. unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, etwas flach drücken und nochmal an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen; schließlich die Schnecken mit Eigelb bestreichen und mit Mandelblättchen bestreuen; bei 180 Grad 30 Minuten backen