Gestreifte Biskuit-Rolle – ein Versuch …

Vor ein paar Tagen habe ich mich das erste Mal an einer Biskuit-Rolle versucht, noch dazu gleich mal an einer zweifarbig Gestreiften. Das Ergebnis war, nun ja, durchaus lecker, aber noch etwas verbesserungswürdig. Wenn man weiß wie’s geht, ist das Ganze eigentlich einfach, schnell gemacht und ein kleiner feiner Blickfang auf dem Tisch. Deshalb hier ein paar Tipps, damit du dir meine Fehler sparen kannst:

  • Spritze die Teige lieber in einer zu kleinen Tülle aufs Blech als in einer zu Großen. Der Teig ist recht flüssig und verläuft noch etwas
  • Backe den Biskuit wirklich nur 8 Minuten, dann ist er noch schön weich und lässt sich ohne zu Reißen einrollen
  • Nimm eine dünne Schicht Creme und kleine Beeren für die Füllung, damit beim Aufrollen nicht alles herausquillt

Für weitere Tipps bin ich jederzeit dankbar! 🙂

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Zutaten für eine Biskuit-Rolle:

  • 3 Eier
  • 80g Zucker
  • 60g Mehl
  • 60g Speisestärke
  • ½ TL Backpulver
  • 1 EL Kakao
  • etwas Puderzucker + ein Geschirrtuch
  • 5 EL Himbeermarmelade
  • 2 ½ Blatt Gelatine
  • 250g Magerquark
  • 60g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • etwas Zitronensaft
  • 200ml Sahne
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 300g Himbeeren

die Eier trennen; das Eiweiß mit 3 EL Wasser steif schlagen und dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen; die Eigelb unterziehen; Mehl, Stärke und Backpulver darüber sieben und unterheben; etwa die Hälfte des Teiges mit einem Spritzbeutel in diagonalen, etwa 1cm breiten Streifen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen, dazwischen jeweils 1,5cm frei lassen (der Teig verläuft etwas); unter den restlichen Teig den gesiebten Kakao unterheben; den dunklen Teig nun in die freien Streifen spritzen; etwas am Blech rütteln bis die Oberfläche glatt ist; im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen 8 Minuten backen -> der Biskuit soll recht hell gebacken und schön feucht sein

ein sauberes Geschirrtuch mit Puderzucker bestreuen; den Biskuit aus dem Ofen holen und sofort auf das Geschirrtuch stürzen; vorsichtig das Backpapier abziehen und den Biskuit mit dem Geschirrtuch von der langen Seite her zu einer Rolle aufrollen; im Geschirrtuch eingerollt vollständig abkühlen lassen (ca. 30 Minuten);

Gelatine in kaltem Wasser einweichen; die Sahne mit Sahnesteif schlagen; den Quark mit dem Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft cremig rühren; die Gelatine ausdrücken und in einem Topf erwärmen bis sie flüssig ist; etwa 2 EL von der Quarkmasse in den Topf geben und gut verrühren; dann alles aus dem Topf zur Quarkmasse geben und unterrühren; nun die Sahne unterheben; diese Creme für etwa 15 Minuten kalt stellen, damit die Gelatine etwas anziehen kann;

den Teig aus dem Geschirrtuch ausrollen, aber darauf liegen lassen; die Marmelade glatt rühren und auf den Biskuit streichen; darüber nun etwa ¾ der Creme verstreichen, dabei am oberen Rand ca. 2 cm frei lassen ; das schönste Viertel der Himbeeren zum Dekorieren für später zur Seite stellen; die restlichen Himbeeren auf der Creme verteilen und mit der flachen Hand in die Creme drücken; nun mithilfe des Geschirrtuchs den Biskuit samt Creme einrollen; vorsichtig auf eine Kuchenplatte setzen; mit der übrigen Creme und den Himbeeren verzieren und für mindestens 3 Stunden kalt stellen

Reisbällchen auf Möhrenragout

Leckere Möhren in cremiger Soße und knusprige Reisbällchen mit etwas Schärfe – eine tolle Kombination!

Dieses Möhrenragout ist einer meiner Lieblinge, da es von den Zutaten her so einfach erscheint, aber dank reichlich frischem Dill und Petersilie ganz groß im Geschmack daher kommt.

Die Masse für die Reisbällchen ist auch nicht viel schwieriger herzustellen, nur das Formen und Ausbacken erfordert vorsichtiges Arbeiten.  Am besten gibst du die Stärke und die Semmelbrösel nach und nach zu bis eine feste, formbare Konsistenz entsteht. Rundherum angebraten kommen kleine, würzige Knusperkugeln heraus – echt lecker!

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Zutaten für ein Möhrenragout für 2 Personen:

  • 500g Möhren
  • 3 Lauchzwiebeln
  • 400ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1 TL Stärke zum Andicken mit ca. 30ml Wasser
  • 50ml Sahne
  • Dill, Petersilie

Die Möhren waschen, vierteln und in kleine Stücke schneiden; die Lauchzwiebeln in Ringe schneiden; beides in etwas Öl in 4-5 Minuten anbraten, dann mit der Brühe ablöschen und bei geschlossenem Deckel in etwa 10 Minuten bissfest garen; die Stärke in etwas kaltem Wasser auflösen und zum Gemüse geben, ebenso die Sahne; alles kurz aufkochen lassen und mit Gewürzen und reichlich Dill abschmecken; das Ragout passt gut als Beilage zu Gemüseküchlein oder auch Kartoffeln

Zutaten für etwa 15 Reisbällchen (2 Portionen):

  • 160g Reis (bei mir roter Reis)
  • 50g Kerne (bei mir Kürbis- und Sonnenblumenkerne)
  • 2 Schalotten
  • 20g Bärlauch (oder 1 Knoblauchzehe)
  • 1 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Paprika edelsüss
  • 1 Ei
  • 30g Semmelbrösel
  • 15g Stärke
  • Olivenöl zum Anbraten

Den Reis nach Packungsanweisung kochen, abschütten und etwas abkühlen lassen; derweil die Schalotten und den Bärlauch hacken; zunächst die Schalotten in etwas Öl anbraten, nach etwa 2 Minuten die Kerne und den Bärlauch zugeben; dann das Tomatenmark kurz mit anrösten; schließlich alles in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen; nun das Ei, Semmelbrösel und Stärke unterrühren, sodass eine formbare Konsistenz entsteht; nochmals abschmecken; mit angefeuchteten Händen kleine Bällchen formen; in Olivenöl von allen Seiten anbraten, dabei vorsichtig jeweils nach etwa 2 Minuten auf einer Seite wenden bis sie rundherum knusprig sind

Himbeer-Spekulatius-Dessert

Dieses Dessert mit Mascarponecreme, Spekulatius und Himbeeren gab es bei uns ja bereits an Heiligabend. Auch wenn die Weihnachtszeit nun vorbei ist, schlummern noch in so manchem Schrank Reste von weihnachtlichen Spezialitäten und dieses Rezept ist super zum Resteverwerten: neben Spekulatius könntest du auch Plätzchen oder Lebkuchenstückchen nehmen und dich mit Weihnachtsaromen passend zum nun kommenden Winterwetter noch mal in Adventsstimmung versetzen … 🙂

Zutaten für 6 (große!) Portionen: 20151225_104417 (2) (2)

200 ml Sahne
250 g Quark
250 g Mascarpone
100 g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
3 EL Orangenlikör
3 EL Zitronensaft
350 g Himbeeren (TK oder frisch)
250 g Spekulatius

Quark, Mascarpone, Zucker, Vanillezucker, Orangenlikör und Zitronensaft miteinander verrühren; die Sahne steif schlagen und unterheben; den Spekulatius in kleine Stücke brechen oder mit dem Fleischklopfer fein zerbröseln; in ein Glas abwechselnd schichten: Creme, Spekulatius, Creme, Himbeeren, Creme, Spekulatius; vor dem Genießen mindestens 4 Stunden kühl stellen

Silvestermenü 2015: Zwiebelsuppe, Ricotta-Spinat-Nocken und Panna Cotta

Prost Neujahr – auf ein gesundes, glückliches und genussvolles Jahr 2016!

Natürlich ist der Jahreswechsel immer eine Zeit der Reflexion, der Veränderung und des Neustarts. Letzten Endes stellt uns das Leben aber im Lauf des Jahres immer wieder vor Einschnitte und Wendepunkte, vor schwierige, aber auch sehr schöne Situationen. Die sind es doch eigentlich, die uns prägen, die uns zum Hinterfragen anregen und Veränderungen anstoßen – nicht irgendein Datum.

Deshalb habe ich mich entschieden, mich dem aufgezwungenen „Reflexions-Vorsatz-Gedöns“ zu entziehen und an Silvester einfach einen schönen Abend zu verbringen – mit leckerem Essen! Anders als beim Weihnachtsmenü verrate ich dir heute auch die Rezepte … 🙂

VORSPEISE: Zwiebelsuppe mit Käse-Croutons

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Zutaten für 2 Portionen:

1 Gemüsezwiebel (ca. 200 g)
2 Frühlingszwiebeln
1 EL Mehl
500 ml Gemüsebrühe
1 Baguettebrötchen
etwas geriebenen Käse
Öl, Salz, Pfeffer, gemahlenen Kümmel
etwas Schnittlauch

Die Gemüsezwiebel schälen und in halbe Ringe schneiden; in etwas Öl ca. 10 Minuten dünsten; die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und zu den Zwiebeln geben, weitere 5 Minuten dünsten; Mehl über die Zwiebeln geben, verrühren und kurz anschwitzen lassen, dann mit Gemüsebrühe ablöschen; die Suppe mit Deckel 10 Minuten köcheln lassen, mit Salz, Pfeffer und evtl. mit etwas gemahlenem Kümmel abschmecken;

Derweil den Ofen auf 210 Grad Umluft stellen; das Brötchen würfeln und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben; die Brotwürfel salzen, pfeffern und mit Käse bestreuen; im Backofen goldbraun backen (am besten nicht aus den Augen lassen, aus goldbraun wird super-schnell schwarz); die Suppe mit den Brotwürfeln und Schnittlauch servieren

HAUPTSPEISE: Ricotta-Spinat-Nocken mit Feldsalat

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Zutaten für 2 Portionen:

230 g gehackter Spinat, aufgetaut und überschüssiges Wasser ausgepresst
130 g Ricotta
55 g Pecorino, frisch gerieben
60 g Mehl
1 Ei
Salz, Pfeffer, Muskat, Petersilie
Butter und Öl zum Anbraten, evtl. Kräuter
Pecorino zum Bestreuen

Aus allen Zutaten einen Teig herstellen; Salzwasser zum Kochen bringen; mit 2 Teelöffeln Nocken aus dem Teig formen und im nur simmernden Wasser ca. 10 Minuten gar ziehen lassen bis sie an der Oberfläche schwimmen; die Nocken herausnehmen und abtropfen lassen; in einer Pfanne Butter mit etwas Öl erhitzen, evtl. Kräuter wie Salbei oder Thymian hinzugeben, dann die Nocken darin schwenken und leicht knusprig braten; mit frisch geriebenem Pecorino und Salat servieren

NACHSPEISE: Panna Cotta mit eingemachten Zwetschgen von Mama und Physalis (bei Desserts kann ich mich einfach nicht bremsen … 😉 )

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Zutaten für 2 Portionen:

300 ml Sahne
1 Vanilleschote
35 g Zucker
1 ½ Blatt Gelatine
Obst oder Kompott als Begleitung

Die Vanilleschote ausschaben und das Vanillemark mit Sahne und Zucker in einen Topf geben; aufkochen und etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen; derweil die Gelatine in kaltem Wasser einweichen; den Topf vom Herd nehmen, die Gelatine ausdrücken und in die heiße Sahnemasse rühren bis sich die Gelatine aufgelöst hat; in Schälchen füllen, abkühlen lassen und dann für ca. 6 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank stellen; zum Essen entweder mit dem Messer aus dem Schälchen lösen und stürzen oder direkt aus der Schale löffeln; mit etwas Kompott oder Obst genießen